Inhaltsverzeichnis
Für diesen Überblick haben wir die Hammerarten ausgewählt, die in Haus, Werkstatt und Garten am häufigsten gebraucht werden, und je zwei Modelle nach Kopfgewicht, Stiel, Schlagfläche und Preis verglichen. Eingeflossen sind die Herstellerangaben, unsere Ratgeber zu Vorschlag- und Abbruchhämmern und die Erfahrungen der Papas aus der Dad’s Life Community.
Ein Hammer ist schnell gekauft, aber nicht jeder passt zu jeder Arbeit. Mit einem Schlosserhammer schlägst du Nägel ein und treibst Meißel, mit einem Klauenhammer ziehst du krumme Nägel wieder heraus, und ein Schonhammer klopft Möbelteile und Klickparkett zusammen, ohne Dellen zu hinterlassen. Für Mauerwerk, Pfähle und Abriss kommen Fäustel, Vorschlaghammer oder ein elektrischer Abbruchhammer dazu.
Hier findest du die wichtigsten Hammerarten mit je zwei Empfehlungen. Für die Grundausstattung reichen meist ein Schlosserhammer mit 300 bis 500 g und ein Schonhammer.
Checkliste
- Schlosserhammer: Der Allrounder für Nägel, Meißel und Montagearbeiten. 300 g reichen für Bilderhaken und kleine Nägel, 500 g für die meisten Arbeiten in der Werkstatt.
- Klauenhammer: Die gespaltene Klaue zieht Nägel aus Holz. Er ist die beste Wahl, wenn du viel mit Holz, Paletten und Latten arbeitest.
- Latthammer: Der Hammer der Zimmerleute mit gerader Spitze und Nagelhalter. Für Dachlatten, Zäune und Unterkonstruktionen.
- Schonhammer: Köpfe aus Kunststoff oder Gummi schonen Holz, Fliesen und Blech. Rückschlagfreie Modelle prallen kaum zurück.
- Fäustel: Der schwere Hammer mit zwei gleichen Bahnen für Meißel, Steinarbeiten und Spaltkeile, meist mit 1.000 bis 1.500 g.
- Vorschlag- und Abbruchhammer: Für Pfähle, Mauerdurchbrüche und das Abschlagen von Fliesen. Bei großen Flächen nimmt dir ein elektrischer Abbruchhammer die Arbeit ab.
- Stiel: Holzstiele dämpfen gut und lassen sich tauschen, Stiele aus Fiberglas oder Stahl sind unempfindlicher. Ein weicher Griff schont das Handgelenk bei vielen Schlägen.
Welcher Hammer für welche Arbeit?
Das Kopfgewicht entscheidet darüber, wie viel Kraft ein Schlag hat und wie lange du ohne Ermüdung arbeiten kannst. Die Tabelle zeigt, welche Hammerart zu welcher Arbeit passt.
| Hammer | Typisches Kopfgewicht | Passt für |
| Schlosserhammer | 300 bis 500 g | Nägel, Meißel, Montage, Bilderhaken |
| Klauenhammer | 450 bis 600 g | Nägel einschlagen und ziehen, Holzarbeiten |
| Latthammer | 600 g | Dachlatten, Zäune, Unterkonstruktionen |
| Schonhammer | 300 bis 900 g | Möbel, Klickparkett, Pflaster, Blech |
| Fäustel | 1.000 bis 1.500 g | Meißel, Steinarbeiten, Spaltkeile |
| Vorschlaghammer | 3 bis 5 kg | Pfähle, Abriss, Mauerdurchbrüche |
Hammerarten im Überblick
Schlosserhammer
Der Schlosserhammer hat eine flache Bahn und auf der anderen Seite eine keilförmige Finne. Mit 500 g ist er der Hammer, der in jede Werkzeugkiste gehört.
Kopfgewicht: 500 g
Stiel: Stahl, aus einem Stück mit dem Kopf
Griff: weich, schlagdämpfend
Unser Fazit
Für Nägel, Meißel und das Lösen festsitzender Teile ist das die Größe, die in jede Werkzeugkiste gehört. Für sehr große Hände fällt der Griff etwas kurz aus.
Kopfgewicht: 500 g
Stiel: Stahl, Kopf vergossen
Griff: rutschfest, ergonomisch
Unser Fazit
Als Zweithammer für Keller, Auto oder Gartenhaus ist er die günstigste solide Wahl. Der Griff ist härter als beim Bosch und dämpft weniger.
Klauenhammer
Statt der Finne hat der Klauenhammer eine gespaltene Klaue, mit der du Nägel herausziehst. Wer Paletten zerlegt, Möbel baut oder Latten nagelt, greift zu ihm.
Kopfgewicht: 450 g
Stiel: mit Glasfaserkern
Kopf: Kohlenstoffstahl, 50 bis 58 HRC
Unser Fazit
Für Holzarbeiten im Haus ist er unsere Empfehlung, gerade wenn öfter ein krummer Nagel wieder raus muss. Für Metallarbeiten fehlt die Finne.
Kopfgewicht: 453 g
Stiel: Stahl, aus einem Stück geschmiedet
Griff: weich, mit Schwingungsdämpfung
Unser Fazit
Wer viele Nägel am Stück einschlägt, etwa beim Bau eines Gartenhauses, merkt den Unterschied am Ende des Tages. Er kostet deutlich mehr als einfache Klauenhämmer.
Latthammer
Der Latthammer ist der Hammer der Zimmerleute. Er hat eine gerade, gezahnte Spitze, eine Nagelrille mit Magnet zum Ansetzen und einen längeren Stiel für kräftige Schläge.
Kopfgewicht: 600 g
Stiel: Fiberglas, 275 mm
Ausstattung: Nagelrille mit Magnet
Unser Fazit
Für Zäune, Dachlatten und den Bau eines Hochbeets ist er eine günstige, solide Wahl. Für Feinarbeiten im Haus ist er zu schwer.
Kopfgewicht: 600 g
Stiel: Stahlrohr
Kopf: Spezialstahl, pulverbeschichtet
Unser Fazit
Wer regelmäßig an Dach, Carport oder Zaun arbeitet, bekommt hier Handwerksqualität. Für gelegentliche Arbeiten reicht das BGS-Modell.
Schonhammer und Gummihammer
Ein Schonhammer hat Köpfe aus Kunststoff oder Gummi und hinterlässt keine Spuren auf Holz, Fliesen, Pflaster oder Blech. Rückschlagfreie Modelle haben Stahlkugeln oder Schrot im Kopf, die den Schlag verlängern und das Zurückprallen fast ganz verhindern. Welche Schonhämmer wir empfehlen, liest du hier.
Kopfdurchmesser: 32 mm
Kopf: schlagfester Kunststoff
Länge: 280 mm
Unser Fazit
Uns überzeugt er beim Zusammenklopfen von Möbelteilen und beim Verlegen von Klickparkett, wo ein Stahlhammer Dellen hinterlässt. Der Holzstiel ist ab Werk etwas rau.
Kopfdurchmesser: 50 mm
Gewicht: 850 g
Kopf: Gummi mit Stahlkugeln
Unser Fazit
Für Pflastersteine, Terrassenplatten und festsitzende Radkappen ist er die richtige Wahl. Für Möbel ist er zu schwer.
Fäustel
Der Fäustel hat zwei gleiche Bahnen und ist deutlich schwerer als ein Schlosserhammer. Er treibt Meißel in Mauerwerk, setzt Spaltkeile und richtet Bordsteine.
Kopfgewicht: 1.250 g
Stiel: Fiberglas, 260 mm
Griff: Zwei-Komponenten, rutschfest
Unser Fazit
Für Stemmarbeiten an Mauerwerk und das Setzen von Spaltkeilen ist er gut ausbalanciert. Er kostet mehr als einfache Fäustel.
Kopfgewicht: 1.250 g
Stiel: Fiberglas, 215 mm
Kopf: geschmiedet, Ränder gehärtet
Unser Fazit
Als günstiger Fäustel für gelegentliche Stemmarbeiten reicht er völlig. Der kurze Stiel verlangt etwas mehr Kraft.
Vorschlaghammer
Mit 3 bis 5 kg Kopfgewicht und langem Stiel ist der Vorschlaghammer für Pfähle, Abrissarbeiten und das Lösen festsitzender Bauteile gedacht. Er wird mit beiden Händen geführt.
Kopfgewicht: 4,5 kg
Stiellänge: 92 cm
Stiel: glasfaserverstärkter Kunststoff
Unser Fazit
Uns überzeugt die Kombination aus Gewicht und Dämpfung, gerade wenn mehrere Stunden lang Fliesen und Estrich fallen. Papas aus unserer Dad’s Life Community loben, dass der Stiel nach Fehlschlägen nicht splittert. Der Preis liegt deutlich über klassischen Holzstielhämmern.
Kopfgewicht: 3 kg
Stiellänge: 60 cm
Stiel: Hickory
Unser Fazit
Wer vor allem Pflöcke für Hochbeet und Rankgitter einschlägt oder Fliesen abstemmt, kommt mit diesem Hammer weiter als mit einem schweren Modell. Der kurze Stiel passt auch in den Keller. Für das Einreißen einer ganzen Wand ist er zu leicht.
Elektrischer Abbruchhammer
Wer ganze Fliesenspiegel abschlagen, Estrich aufbrechen oder Wanddurchbrüche schaffen will, ist mit einem Abbruch- oder Stemmhammer schneller und schont Arme und Rücken.
Schlagstärke: 7,8 J
Aufnahme: SDS-max
Gewicht: 5,7 kg
Unser Fazit
Für das Entkernen eines Bades ist er der angenehmste Hammer in diesem Vergleich, weil er sich auch an der Wand gut halten lässt. Papas aus unserer Dad’s Life Community loben den ruhigen Lauf. Der Preis liegt deutlich über den Hobbygeräten.
Schlagstärke: 50 J
Aufnahme: Sechskant (SDS-Hex)
Gewicht: rund 27 kg
Unser Fazit
Terrasse, Kellerboden oder ein altes Fundament sind genau seine Klasse. An der Wand ist er zu schwer.
Hämmer mit Kindern im Haus
Kinder wollen früh mithämmern, und ein eigenes Werkzeug ist dafür besser als der schwere Hammer aus der Werkstatt. Ein Kinderhammer mit 100 bis 200 g Kopfgewicht und kurzem Stiel passt in kleine Hände, eine Schutzbrille gehört auch bei Kindern dazu.
Tipp: Welche Hämmer, Sägen und Werkbänke für Kinder geeignet sind, liest du in unserem Ratgeber zu Werkzeug für Kinder.
Schwere Hämmer, Fäustel und Vorschlaghämmer gehören dagegen in einen Schrank oder an eine Wand, die Kinder nicht erreichen. Beim Arbeiten mit Meißel oder Vorschlaghammer fliegen Splitter, Kinder halten deshalb deutlichen Abstand.
Tipp: Welche Werkzeuge außerdem in eine Heimwerkstatt gehören und was du zuerst kaufen solltest, zeigt unser Überblick zur Werkstatt-Grundausstattung.
Häufige Fragen
Einen Schlosserhammer mit 300 bis 500 g für Nägel, Dübel und Bilderhaken. Wer Möbel aufbaut oder Böden verlegt, ergänzt einen Schonhammer.
Der Schlosserhammer hat eine keilförmige Finne für Metallarbeiten und das Ansetzen kleiner Nägel. Der Klauenhammer hat stattdessen eine gespaltene Klaue zum Nägelziehen und passt besser zu Holzarbeiten.
Für Nägel und Montagearbeiten 300 bis 500 g, für Holzarbeiten mit größeren Nägeln 450 bis 600 g. Ein zu schwerer Hammer ermüdet schnell und trifft ungenauer.
Holz dämpft gut und lässt sich austauschen, kann aber brechen oder sich lockern. Fiberglas ist leicht, dämpft ebenfalls und ist wetterfest. Stahlstiele sind praktisch unzerstörbar, übertragen aber mehr Schwingungen.
Ein schwerer Hammer mit zwei gleichen Bahnen und meist 1.000 bis 1.500 g Kopfgewicht. Er treibt Meißel und Spaltkeile und wird bei Stein- und Mauerarbeiten eingesetzt.
Überall dort, wo ein Stahlhammer Dellen oder Kratzer hinterlässt: beim Zusammenklopfen von Möbeln, beim Verlegen von Klickparkett, an Fliesen, Pflaster oder Blech.
Im Kopf sitzen lose Stahlkugeln oder Schrot. Sie verlängern den Schlag und verhindern, dass der Hammer zurückprallt. Das schont das Handgelenk und das Werkstück.
Wenn mehr als ein paar Fliesen oder ein kleines Stück Mauerwerk weg müssen. Für ganze Bäder oder Estrichflächen spart er Stunden und schont den Rücken.
An einem lockeren Kopf, Rissen im Stiel oder abgesplitterten Kanten an der Bahn. Ein lockerer Kopf kann sich beim Schlag lösen und wegfliegen.
Mit einem kleinen Kinderhammer und unter Aufsicht schon im Kindergartenalter, etwa an einer Klopfbank oder mit Nägeln in weichem Holz. Schwere Hämmer bleiben tabu.
Quellen
- Wikipedia: „Hammer“
Änderungsprotokoll
- 22.10.2026: Ratgeber veröffentlicht.
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