Die besten Fräsmaschinen für Metall und Holz für Heimwerker

Für Metallteile in der Hobbywerkstatt passt eine Bohr-Fräsmaschine mit Kreuztisch und 230 V, für Holzprofile eine Tischfräse. Welche Fräsmaschinen sich bewährt haben, liest du hier.

Für diesen Ratgeber haben wir stationäre Fräsmaschinen für die Hobbywerkstatt verglichen: Bohr-Fräsmaschinen für Metall mit Kreuztisch und Holz-Tischfräsen. Oberfräsen und Frästische für Oberfräsen gehören nicht dazu. Wichtig waren Drehzahlbereich, Werkzeugaufnahme, Tischgröße, Verfahrwege, Führungen, Gewicht und Stromanschluss. Dazu kamen die Datenblätter der Hersteller, die Unfallauswertung der DGUV zu Tischfräsen und die Erfahrungen der Papas aus der Dad’s Life Community.

Unsere 3 Favoriten für Fräsmaschinen

Bohr-Fräsmaschine „OPTImill MH 20V“ von Optimum
Die Bohr-Fräsmaschine mit 0,75 kW läuft an 230 V und regelt die Drehzahl elektronisch zwischen 100 und 3.000 Umdrehungen pro Minute, ein Zweistufengetriebe sorgt für Kraft bei niedrigen Drehzahlen. Der Tisch misst 510 × 180 mm, die Verfahrwege liegen bei 280, 175 und 210 mm. Die MK2-Aufnahme (Morsekegel, eine genormte kegelige Werkzeugaufnahme) nimmt Messerköpfe bis 52 mm und Schaftfräser bis 20 mm auf, in Stahl bohrt sie bis 16 mm. Der Bohrkopf lässt sich um 60 Grad nach beiden Seiten neigen, der Hersteller gibt einen Rundlauf von höchstens 0,015 mm an. Mit rund 94 kg braucht sie einen stabilen Unterbau, eine Digitalanzeige lässt sich nachrüsten.
Drehzahl: 100 bis 3.000/min
Aufnahme: MK2
Gewicht: 94 kg

Unser Fazit
Großer Tisch, kräftiger Antrieb und genauer Rundlauf machen sie zur Maschine für ambitionierte Metallbastler. Fräser und Spannmittel kommen noch dazu.
Bohr-Fräsmaschine „KF 16 L Vario“ von Bernardo
Die Bohr-Fräsmaschine mit 500 W regelt die Drehzahl stufenlos in zwei Bereichen von 50 bis 2.250 Umdrehungen pro Minute. Der Tisch misst 500 × 140 mm, in der Länge fährt er 365 mm, in der Tiefe 140 mm. Der Fräskopf lässt sich um 90 Grad nach beiden Seiten schwenken und 200 mm in der Höhe verstellen, die Pinole hat 50 mm Hub. Über die MK2-Aufnahme laufen Schaftfräser bis 20 mm und Stirnfräser bis 50 mm, in Stahl bohrt sie bis 16 mm. Mit 65 kg ist sie leichter als die 20er-Klasse. Eine Variante mit dreiachsiger Digitalanzeige gibt es gegen Aufpreis.
Drehzahl: 50 bis 2.250/min
Aufnahme: MK2
Gewicht: 65 kg

Unser Fazit
Der weit schwenkbare Fräskopf und der lange Verfahrweg machen sie vielseitig. Für schwere Schnitte in Stahl ist sie etwas leicht.
Feinfräse „FF 230“ von Proxxon
Die Feinfräse ist für den Modellbau und kleine Teile aus Aluminium, Messing und Kunststoff gemacht. Sie hat 140 W, sechs Drehzahlen von 280 bis 2.200 Umdrehungen pro Minute und Spannzangen für 6, 8 und 10 mm. Der Stahltisch misst 270 × 80 mm, die Verfahrwege liegen bei 170, 65 und 30 mm, der Fräskopf lässt sich um 360 Grad schwenken. Mit rund 17 kg passt sie auf jede Werkbank. Sie arbeitet spielfrei und kann deutlich mehr als die kleinere MF 70. Einzelne kritisieren, dass sich der Fräskopf an der runden Säule beim Lösen verdreht und sie für Baustahl zu leicht ist.
Drehzahl: 280 bis 2.200/min
Aufnahme: Spannzangen 6, 8, 10 mm
Gewicht: 17 kg

Unser Fazit
Für Modellbauer und feine Teile ist sie ein präzises und platzsparendes Werkzeug. Stahl in größeren Querschnitten überfordert sie.

Weitere gute Fräsmaschinen laut Community-Erfahrungen

Neben unseren eigenen Tests bekommen wir viele Tipps von den Papas aus der Dad’s Life Community. Diese Fräsmaschinen haben sich bei ihnen bewährt:

Bohr-Fräsmaschine „SIEG X2P“ für 230 V von PAULIMOT
Die kompakte Bohr-Fräsmaschine ist ein bewährter Einstieg ins Metallfräsen. Der Motor mit 350 W treibt die MK3-Spindel über ein Zweistufengetriebe mit 100 bis 2.500 Umdrehungen pro Minute an. Der Kreuztisch misst 400 × 145 mm und fährt 300 mm in der Länge und 150 mm in der Tiefe. Der Fräskopf wird über eine Zahnstange mit Feinvorschub 170 mm in der Höhe verstellt, zwischen Spindel und Tisch passen bis 300 mm. Fingerfräser bis 16 mm und Messerköpfe bis 30 mm sind vorgesehen. Außer Werkzeugschlüsseln und Nutensteinen ist kein Zubehör dabei.
Drehzahl: 100 bis 2.500/min
Aufnahme: MK3
Gewicht: 58 kg

Unser Fazit
Solide gebaut und gut ausgestattet ist sie der faire Einstieg in die Metallbearbeitung. Fräser und Schraubstock müssen gleich mitbestellt werden.
Bohr-Fräsmaschine „OPTImill BF20 Vario“ von Optimum
Die Bohr-Fräsmaschine mit Gleichstrommotor läuft an 230 V und arbeitet in zwei Drehzahlbereichen von 90 bis 3.000 Umdrehungen pro Minute. Der Bohr-Fräskopf lässt sich um 90 Grad nach beiden Seiten neigen. Schwalbenschwanzführungen, eine 24-V-Sicherheitselektrik, eine höhenverstellbare Schutzscheibe mit Mikroschalter und ein Faltenbalg gehören zur Ausstattung. Mit 103 kg steht sie ruhig.
Drehzahl: 90 bis 3.000/min
Aufnahme: MK2
Gewicht: 103 kg

Unser Fazit
Durchdachte Sicherheitstechnik spricht für sie. Tischmaß und Verfahrwege nennt das Angebot leider nicht.
Bohr-Fräsmaschine „BF 20V“ von Holzmann
Die Bohr-Fräsmaschine mit 700 W zeigt Drehzahl bis 2.250 Umdrehungen pro Minute und Bohrtiefe digital an, die Bohrtiefe lässt sich auf null setzen. Der Getriebefräskopf ist schwenkbar, die Schwalbenschwanzführungen halten die Maschine spielfrei, Links- und Rechtslauf sind möglich. Im Lieferumfang stecken ein Bohrfutter mit MK2-Aufnahme und eine Anzugsspindel. Mit 125 kg ist sie die schwerste Maschine der Auswahl. Zum Fräsen eignet sich das Bohrfutter nicht, dafür braucht es einen Spannzangensatz.
Drehzahl: bis 2.250/min
Aufnahme: MK2
Gewicht: 125 kg

Unser Fazit
Die Digitalanzeigen erleichtern maßgenaues Arbeiten spürbar. Ein Spannzangensatz gehört gleich mit in den Warenkorb.
Tischfräse „FS200“ für 230 V von Holzmann
Die Tischfräse für Holz hat eine 30-mm-Spindel und nimmt Fräswerkzeuge bis 190 mm Durchmesser auf, damit lassen sich Profile, Falze (stufenförmige Ausfräsungen an der Kante) und Nuten an Leisten und Brettern fräsen. Vier Drehzahlstufen von 1.800 bis 9.000 Umdrehungen pro Minute, 100 mm Spindelhub und ein Tisch mit 690 × 480 mm sind vorhanden. Die Fräshaube hat einen 100-mm-Absaugstutzen. Mit rund 155 kg ist sie eine Werkstattmaschine, die per Spedition kommt.
Drehzahl: 1.800 bis 9.000/min
Aufnahme: 30-mm-Spindel
Gewicht: 155 kg

Unser Fazit
Mit großen Profilwerkzeugen holt sie Tischlerarbeiten in die Hobbywerkstatt. Sicheres Arbeiten verlangt Übung und gute Schutzvorrichtungen.
Tischfräse „HF50“ von Scheppach
Die günstige Tischfräse mit 1.500 W ist im Kern ein Oberfräsen-Motor in einem stationären Tisch. Sie dreht mit 11.500 bis 24.000 Umdrehungen pro Minute, nimmt Fräser mit 6, 8 und 12 mm Schaft auf und hat einen Tisch mit 610 × 360 mm samt Verbreiterungen. Die Spindelhöhe wird werkzeuglos bis 40 mm eingestellt, Alu-Anschläge, Druckleisten und ein Absaugadapter für 100 mm sind dabei.
Drehzahl: 11.500 bis 24.000/min
Aufnahme: Spannzangen 6, 8, 12 mm
Gewicht: 20,5 kg

Unser Fazit
Als preiswerter Einstieg taugt sie für Fasen und kleine Profile. Auf Dauer und bei viel Belastung zeigt sie Schwächen. Papas aus unserer Dad’s Life Community nutzen sie gern für Fasen an Leisten, berichten aber auch von einer sich lösenden Spannzange.

Bestseller: Fräsmaschinen

Wir haben die beliebtesten Fräsmaschinen inklusive Angebote in einer Bestseller-Liste aufbereitet (die Auswahl wird täglich aktualisiert).

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Darauf musst du bei Fräsmaschinen achten

Eine Fräsmaschine trägt mit einem rotierenden Werkzeug Material ab und erzeugt Nuten, Taschen, Absätze und ebene Flächen. In der Hobbywerkstatt gibt es zwei Arten: Bohr-Fräsmaschinen mit Kreuztisch, auf denen Teile aus Aluminium, Messing und Stahl entstehen, und Holz-Tischfräsen, an denen Profile, Falze und Nuten an Leisten und Brettern gefräst werden. Für Kanten und Nuten an Möbelteilen ist dagegen meist eine Oberfräse die handlichere Wahl.

Alle Maschinen dieser Auswahl laufen an der normalen 230-V-Steckdose. Fräser, Spannzangen und ein Maschinenschraubstock oder Spannpratzen kosten meist extra und gehören gleich mit zum Kauf. Beim Fräsen fliegen heiße Späne, deshalb ist eine Schutzbrille Pflicht, Handschuhe haben an rotierenden Werkzeugen nichts verloren und lange Haare werden zusammengebunden. Kinder bleiben während der Arbeit auf Abstand.

Tipp: Gefräste Holzleisten und Profile bekommen mit dem Schwingschleifer eine glatte Oberfläche. Welche Schwingschleifer sich bewährt haben, liest du hier.

Checkliste

  • Material: Metallfräsen arbeiten mit niedrigen Drehzahlen von etwa 50 bis 5.000 Umdrehungen pro Minute und einem Kreuztisch, der das Werkstück unter dem Fräser bewegt. Holz-Tischfräsen drehen deutlich schneller und führen das Werkstück von Hand am Anschlag entlang. Eine Maschine für beide Materialien gibt es in dieser Klasse nicht.
  • Verfahrwege: Die Verfahrwege in Länge, Tiefe und Höhe bestimmen, wie groß ein Werkstück sein darf. Feinfräsen für den Modellbau schaffen etwa 170 × 65 mm, Bohr-Fräsmaschinen der 20er-Klasse 280 bis 365 mm in der Länge und 140 bis 175 mm in der Tiefe. Für kleine Teile aus Messing und Aluminium reicht die kleine Klasse.
  • Werkzeugaufnahme: Bohr-Fräsmaschinen nehmen Fräser über einen Morsekegel MK2 oder MK3 und passende Spannzangen auf. Ein Bohrfutter eignet sich nicht zum Fräsen, deshalb gehört ein Spannzangensatz zum Kauf dazu. Fräser, Spannpratzen und Maschinenschraubstock sind bei den meisten Maschinen nicht im Lieferumfang.
  • Gewicht: Feinfräsen wiegen um 17 kg, Bohr-Fräsmaschinen 48 bis 125 kg und Holz-Tischfräsen mit Spindel rund 150 kg. Ab etwa 60 kg braucht die Maschine eine stabile Werkbank oder einen Unterschrank, der Gewicht und Schwingungen aufnimmt. Mehr Masse sorgt für ruhigeren Lauf und sauberere Oberflächen.
  • Führungen: Schwalbenschwanzführungen mit Nachstellleisten lassen sich spielfrei einstellen und halten die Maße über Jahre. Eine Digitalanzeige für Wege oder Bohrtiefe erleichtert maßgenaues Arbeiten, manche Maschinen haben sie serienmäßig, andere sind dafür vorbereitet. Für den Einstieg braucht es sie nicht unbedingt, die Skalen an den Handrädern reichen für viele Arbeiten.
  • Sicherheit: Von 48 Unfällen an Tischfräsen, die die DGUV ausgewertet hat, geschahen 46 % beim Fräsen am Anschlag und 79 % ohne Werkzeugabdeckung. Für Handvorschub sind nur Fräswerkzeuge mit der Kennzeichnung MAN oder Handvorschub zugelassen, die Absaugung braucht mindestens 20 m pro Sekunde. Bei Metallfräsen schützt eine Schutzscheibe vor Spänen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Fräsmaschine und Oberfräse?

Die Oberfräse wird von Hand über das Werkstück geführt oder in einen Frästisch eingebaut. Eine Fräsmaschine ist stationär, bei Metallfräsen bewegt ein Kreuztisch das Werkstück, bei Holz-Tischfräsen wird es am Anschlag vorbeigeschoben.

Kann ich mit einer Metallfräse auch Holz fräsen?

Grundsätzlich ja, die niedrigen Drehzahlen und die fehlende Absaugung machen sie dafür aber unpraktisch. Für Holz sind eine Tischfräse oder eine Oberfräse besser geeignet.

Was bedeuten MK2 und MK3?

Das sind Größen des Morsekegels, über den Werkzeuge in der Spindel sitzen. Fräser, Spannzangen und Bohrfutter müssen zur Größe der Maschine passen, MK3 ist die größere Aufnahme.

Wie groß dürfen die Werkstücke sein?

Das bestimmen Tischgröße und Verfahrwege. Feinfräsen schaffen etwa 170 × 65 mm, Bohr-Fräsmaschinen der 20er-Klasse rund 280 bis 365 × 140 bis 175 mm.

Braucht eine Fräsmaschine Starkstrom?

Die Maschinen für die Hobbywerkstatt laufen mit 230 V an der normalen Steckdose. Große Werkstattmaschinen und schwere Holz-Tischfräsen gibt es auch für 400 V.

Was brauche ich zusätzlich zur Fräsmaschine?

Fräser, einen Spannzangensatz und einen Maschinenschraubstock oder Spannpratzen. Bei Holz-Tischfräsen kommt ein Spänesauger dazu.

Lohnt sich eine Digitalanzeige?

Sie erleichtert genaues Arbeiten, weil Wege und Bohrtiefe direkt abgelesen werden. Für den Einstieg reichen die Skalen an den Handrädern, viele Maschinen lassen sich später nachrüsten.

Wie schwer ist eine Bohr-Fräsmaschine?

Kompakte Modelle wiegen 48 bis 68 kg, die 20er-Klasse 65 bis 125 kg. Feinfräsen für den Modellbau kommen mit etwa 17 kg aus.

Was kostet eine Fräsmaschine?

Einfache Holz-Tischfräsen kosten derzeit ab etwa 200 €, Feinfräsen und kompakte Bohr-Fräsmaschinen rund 725 bis 800 €. Bohr-Fräsmaschinen der 20er-Klasse liegen bei 1.500 bis 1.930 €.

Worauf kommt es bei Holz-Tischfräsen für die Sicherheit an?

Auf eine Werkzeugabdeckung, Druckvorrichtungen und eine wirksame Absaugung. Werkzeuge für Handvorschub tragen die Kennzeichnung MAN, die Auslaufzeit liegt bei höchstens 10 Sekunden.

Mehr zu Fräsmaschinen

Welche Fräsmaschine für welche Arbeit?

Welche Fräsmaschine passt, entscheiden Material und Werkstückgröße. Für Messing, Aluminium und Kunststoff im Modellbau reicht eine Feinfräse auf der Werkbank, für Stahlteile braucht es Masse und Steifigkeit, damit der Fräser nicht rattert. Holz verlangt dagegen hohe Drehzahlen und eine wirksame Absaugung. Die Übersicht ordnet die Maschinen nach typischen Arbeiten:

ArbeitMaschineDrehzahlHinweis
Modellbau, kleine Teile aus MessingFeinfräse280 bis 2.200/minetwa 17 kg
Aluminium und kleine Stahlteilekompakte Bohr-Fräsmaschine100 bis 5.000/min48 bis 58 kg
größere Teile aus StahlBohr-Fräsmaschine 20er-Klasse50 bis 3.000/min65 bis 125 kg
Profile und Falze an HolzleistenHolz-Tischfräse1.800 bis 24.000/minAbsaugung nötig

Wer überwiegend Holz bearbeitet, ist oft mit einer Oberfräse im Frästisch besser bedient, die weniger kostet und sich an Möbelteilen auch von Hand führen lässt. Für Metall führt kein Weg an der Bohr-Fräsmaschine vorbei. Mit dem Gewicht steigt die Genauigkeit, aber auch der Aufwand beim Aufstellen: Ab etwa 60 kg braucht die Maschine einen stabilen Unterbau, der Schwingungen aufnimmt.

Änderungsprotokoll

  • 10.10.2026: Fräsmaschine von Scheppach hinzugefügt (Community-Tipp)
  • 06.10.2026: Ratgeber aktualisiert

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